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Totentanz des Monats

Januar 2018:

Totentanz aus pädagogischen Gründen


Lesestoff für Kinder und Jugendliche gibt es schon lange. Erst erdachte Amos Comenius aus dem radikal-reformierten Mähren ein mit Holzschnitten bebildertes Werk für den Latein- und Religionsunterricht. Generationen später kam eine luxuriöse Weiterentwicklung für den katholischen Gebrauch auf den Markt.

Joseph Melchior Franz Tschudi von Greplang à Glarus veröffentlichte die "Confusio disposita" 1725 in Augsburg. Übersetzt klingt der Titel viel besser: "Wohlgeordnete Verwirrung". Als um die Zukunft der Familie besorgter Vater bietet der Autor großen und kleinen Lesern Spaß am Wort- und Zahlenspiel sowie an Zitaten. Zuhause fühlte er sich offenbar im Bodenseegebiet. An den Schweizer Kanton Glarus und die Burg Gräpplang im Sarganserland erinnert kaum mehr als der Name des 45-jährigen fürstlich st.gallischen Lehenvogts aus Wil [nur ein L].

Bis heute geistert sein deutsch-lateinisches Buch durch die Fachliteratur, obwohl aktive Skelette in nur 9 von 75 ganzseitigen Kupferstichen auftreten. Selbst wo Tod und Teufel zusammenarbeiten, stirbt nicht zwingend ein Lebender. Schutzengel und Erziehung erweisen sich als Gegenmittel.

Die "Confusio disposita" soll nicht länger ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Sie schlägt Brücken von der Antike über die barocke Emblematik bis in die Gegenwart. Noch fehlt ein Digitalisat mit allen Illustrationen und Widmungen. Heft 225 unserer Zeitschrift bietet auf zwölf Seiten weitere Informationen sowie sämtliche Bilder in höchstmöglicher Auflösung.



Frühere Totentänze des Monats:

Anschrift

Europäische Totentanz-Vereinigung, Dr. Uli Wunderlich, Josephstr. 14, D-96052 Bamberg
Telefon +49 951 2972832, Fax +49 951 2972859, Mail: webmaster@totentanz-online.de