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Totentanz des Monats

Totentanz des Monats Oktober 2018: Der Schwyzer Totentanz stammt von einem Sachsen


Schwyz, der Hauptort des gleichnamigen Kantons, beherbergt einen farbenprächtigen, öffentlichen Totentanz. Die Szenenfolge geht auf den 6. schweizerischen Katholikentag zurück. Bis 1926 arbeitete der gebürtige Sachse Lothar Albert in Basel. Dann baute er die Rundbilder im Auftrag von Pfarrer Franz Odermatt selber ein. Zu den Kabinettscheiben gehört je ein Textfeld, dessen Wortlaut der Maler offenbar selbst verfasst hat.

Zu sehen sind die "Roundels" gleich neben der Pfarrkirche im "Kerchel". Der Bau dürfte 1512/18 als Beinhaus in zwei Stockwerken errichtet worden sein: Unten lagen unverweste Gebeine, oben beteten Lebende für das Seelenheil ihrer Angehörigen. Heute bahrt man ebenerdig Särge auf, denn der Friedhof liegt längst außerhalb beim Spital. Folglich begleitet der Totentanz Besucher beim Umrunden der im Sarg aufgebahrten Leichen.

Mit Adam und Eva, gefolgt von Kain und Abel, beginnt die biblische Geschichte. Ihr schließen sich die Gegensätze Frieden und Krieg, dargestellt durch den Bauer bei der Mahd und ein Schlachtfeld, sowie Arm und Reich an. Die Auferstehung findet auf der Sonnenaufgangsseite statt, die Kreuzigung an dunkelster Stelle. Zuletzt reicht der Priester dem Sterbenden das "Viaticum", die Wegzehrung ins Jenseits. Sie schließt den Lebensweg ab; man könnte auch sagen den Kreisreigen.

Unsere Zeitschrift "Totentanz aktuell" 234 bietet weitere Informationen sowie Bilder in höchstmöglicher Auflösung.


Frühere Totentänze des Monats:

Anschrift

Europäische Totentanz-Vereinigung, Dr. Uli Wunderlich, Josephstr. 14, D-96052 Bamberg
Telefon +49 951 2972832, Fax +49 951 2972859, Mail: webmaster@totentanz-online.de